Hallo,
am neunten Tag unserer Reise verließen wir Hiroshima wieder und fuhren mit dem Shinkansen zurück nach Osaka. Dort angekommen hatten wir noch etwas Luft bis wir unser Zimmer aufsuchen konnten, daher meldeten wir uns nur im Hotel an, ließen das Gepäck dort und gingen wieder zur Shin-Osaka Station zurück.
Mein Plan war es für diesen Tag eigentlich die Shinsaibashi am Abend etwas zu filmen, allerdings befand sich zum einen die Kamera im Koffer und zum anderen war es bis zum Sonnenuntergang noch etwas hin, also musste eine Planänderung her. Diese war auch schnell auf den Tisch. Unser neues Ziel lautete Den Den Town, das Akihabara der Kansai-Region.
Mit Hilfe des Japan Rail Pass fuhren wir zunächst von Shin-Osaka nach Osaka und dort begann dann der erste interessante Teil unserer Quest: Finde den Weg zur U-Bahn. Osaka Station ist ein enormer Komplex mit unzähligen Gängen, Geschäften und Lokalen auf mehreren Stockwerken. Einfach die Rolltreppe nach unten zu nehmen ist nur ein kleiner Teil des Ganzen, denn der Wille der Gebäudeplaner war es eindeutig, dass man beim Wechseln des Fahrdienstes an möglichst vielen Geschäften vorbeikommt.
Folgt man brav den Beschilderungen und lässt sich von so mancher Ladenstraße nicht verwirren, so steht man bald vor den Einlassschaltern zur U-Bahn. Man muss dort ein wenig die Augen offen halten, um eine Auflistung in lateinischen Buchstaben zu finden, um dann herausfinden zu können wie viel man für das Ticket zahlen muss. Aber auch das hatten wir geschafft, so dass wir letztendlich in der Midosuji Line standen und in Namba wieder ausstiegen. Dort erwartete uns die Fortgeschrittenenvariante von Osaka Station, denn auch für Namba Station hat man es sich nicht nehmen lassen einen Konsumkomplex zu errichten. Wobei ich auch im Nachhinein nicht in der Lage bin zu sagen, ob es sich dabei um einen Komplex handelt oder um zwei oder mehrere, die miteinander verbaut sind. Ist auch erstmal egal, wichtig ist nur zu wissen, dass der Namba Komplex ein Monster ist in dem man schnell die Orientierung verliert. Man läuft zahlreiche Treppen rauf und runter, geht mal linksrum, mal rechtsrum, landet dann tatsächlich in einer Sackgasse, kehrt wieder um, nimmt eine Rolltreppe, geht weiter bis man bemerkt, dass man sich vom gewünschten Ausgang (es gibt über 30!) irgendwie wieder entfernt, kehrt um, geht doch den anderen Weg, bekommt dann endlich Tageslicht zu sehen und stellt erstaunt fest, dass man sich zwei Ebenen über der Straße befindet.
Wir kamen nicht wirklich da haraus, wo wir herauswollten, aber anstatt weiter zu irren, beschlossen wir den restlichen Weg über die Straßen zu finden. An mancher Kreuzung verzettelten wir uns dabei in Diskussionen, aber letztendlich waren wir irgendwann auf der richtigen Hauptstraße und kamen nach Den Den Town, wo es für manchen von uns teuer wurde. *g*
Als es abends zurückging machten wir in Shin-Osaka Station nochmal Halt in dem Curryreis-Lokal, in dem Johnny und ich bereits bei unserer ersten Reise gespeist hatten. Der Laden hatte sich nicht sehr verändert. Die Schaufenster wirkten neuer und es gab nun eine englische Karte, die die Auswahl vereinfachte, aber das Innere müsste identisch gewesen sein. Na gut, warum auch ändern, schließlich gab es daran nichts auszusetzen und wichtiger ist doch vielmehr das Essen und das war zufriedenstellend. Beim nächsten Mal werden wir sicher wieder vorbeisehen.
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