Hallo und Konnichiwa,
wir haben heute nun unser Tokioter Hotel erstmal verlassen und sind mit Sack und Pack weitergezogen. Mittags ging es mit dem Shinkansen weiter gen Süden in die Kansai-Region. Genauer gesagt nach Osaka, die mit 2,6 Mio. Einwohner drittgrößte Stadt Japans.
Osaka unterscheidet sich vom Stadtbild schon sehr von vielen Vierteln in Tokio. Die Stadt wirkt stellenweise nicht ganz so dicht bebaut (für japanische Verhältnisse), wirkt an manchen Stellen aber auch heruntergekommener. In den letzten Jahren (und Jahrzehnten) gab es eine Reihe von Stadtentwicklungsprojekten mit sehr schönen Fleckchen wie beispielsweise das Viertel Umeda, dass wir (Johnny und ich) von unserer letzter Reise kannten, aber diesmal nicht Ziel war.
Für uns ging es nach Tennouji, dass früher (gemäß meines Reiseführers) für seine Obdachlosensiedlungen bekannt war. Heute ist es aber etwas anders und als Menschenmagnet dient das Abeno Harukas, das mit 300 Metern höchste Gebäude in Japan. Die ersten 13 Stockwerke dienen als großes Kaufhaus, während man auf den Ebenen 14 und 15 etliche Restaurants findet. Interessant war für uns zunächst das 16. Stockwerk, denn mit dem dortigen Aufzug gelangt man ohne große Umschweife in die 60. Etage, wo sich die Aussichtsplattform befindet - der öffentlich höchste begehbare Punkt des Komplexes und knapp unter den bereits genannten 300 Metern.
Die Aussicht war wie zu erwarten phänomenal. Wir konnten aber feststellen, dass hoch nicht gleich hoch ist. Der Ausblick war im Vergleich zum Landmark Tower sichtlich anders. Der Landmark Tower in Yokohama ist in einem Amüsierviertel eingebettet, das Abeno Harukas liegt direkt in einem Geschäftsviertel, eine größere Straße verkehrt direkt daran vorbei. Die Skyline wirkt bei ersterem futuristischer, beim letzteren nüchterner. Was mehr gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Nach dem Besuch der Aussichtsplattform genossen wir noch etwas japanische Küche in einem der Restaurants im Gebäude. Dabei hatten wir vom Timing ein gutes Händchen. Während das Lokal fast gänzlich leer war als wir es betreten hatten, so bildete sich beim Hinausgehen bereits eine sitzende Warteschlange (in Japan ein absolut gängiges System, dass man ggf. draußen vor dem Restaurant wartet; etwas, worin wir uns bislang nicht angeschlossen haben). Ähnlich lief es schon beim Betreten der Aussichtsplattform. Man muss auch mal Glück haben.
Zum Abschluss unseres kleinen Ausfluges in die Straßen von Osaka besuchten wir noch den Animate, der auf dem Weg lag und bereits eine gute Menge Kundschaft aufwies. Wir hielten uns aber mit dem Konsum etwas zurück, schließlich müssen wir mit dem Gepäck noch etwas reisen und Platz sowie Gewicht sind kostbare Güter.
Bilder reichen eigentlich fast gar nicht aus. Fährt man im Abeno Harukas in die 60. Etage, so fährt man sinnbildlich den Sternen entgegen:
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